Dysgrammatismus
Beschreibung
Dysgrammatismus ist eine Sprachstörung mit Problemen in der Satzbildung.
Dabei hat man vor allem Probleme mit der Grammatik. Sie kann alle oder auch nur einen Teil der Satzstruktur betreffen. Zum Beispiel können Störungen in der Beugung von Verben, die Verwendung von Präpositionen und dem Genus auftreten. Ebenso kann die Satzstruktur betroffen sein, wobei sich die Satzteile nicht an der richtigen Position befinden.
Die Grammatik entwickelt sich ab dem 3;0 Lebensjahr und sollte bis zum 6;0 erworben sein.
Diagnostische Einschätzung
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Anamnese (Vorgespräch)
Es wird ein anamnestisches Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt, um sich einen Überblick über die gesamte Entwicklung des Kindes machen zu können. -
Diagnostik
Danach werden standardisierte Sprachtests durchgeführt.
Getestet werden unter anderem:
Satzbau, Zeitformen, Artikel, Plural, Partizip/Perfekt, Beugung von Verben und Kenntnis sowie Steigerung von Adjektiven
- Abgrenzung zu anderen Ursachen
Wichtig ist zu prüfen, ob die Probleme andere Gründe haben, zum Beispiel:
Deutsch als Zweitsprache, Hörstörungen, Syndrome z.B. Trisomie
Behandlungsmöglichkeiten
In der Logopädie üben Kinder gezielt, Sätze richtig zu bilden, die richtige Zeitform zu benutzen und Artikel, Präpositionen oder Verbbeugung korrekt zu verwenden. In der Therapie werden nicht nur das Sprechen, sondern auch das Hören trainiert. Durch regelmäßiges Üben kann man die Grammatik deutlich verbessern und sich im Alltag sicherer ausdrücken.
Zusätzlich biete ich das ganzkörperliche Konzept nach B. Padovan an, um den natürlichen Sprechrhythmus hörbar zu erfassen und die prosodischen Fähigkeiten zu fördern.